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Runder Tisch II

Gruppenfoto mit Teilnehmenden des Runden Tischs
Bunte Sticker mit Schlagworten für die Themen Assistenz und Mobilität
Schlagworte Assistenz und Mobilität II

Bericht zum 2. Runden Tisch des Projekts „Teilhabe am Vereinssport“ am 14.11.2019 in der Akademie des Sports in Hannover

Der Runde Tisch des Projekts „Teilhabe am Vereinssport“ ist weiter gefragt. Rund 50 Vertreter*innen des organisierten Sports sowie Mitarbeitende aus Einrichtungen, Institutionen und Diensten der Behindertenhilfe trafen sich Mitte November in der Akademie des Sports in Hannover. Es ging um den gemeinsamen Austausch darüber, wie es gelingen kann, Menschen mit Behinderungen in ihrer Freizeit den Zugang zum wohnortnahen Vereinssport zu erleichtern.

Genau das ist das Ziel des Projekts, das der LandesSportBund Niedersachsen (LSB) mit der Expertise und der Unterstützung des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen (BSN) seit rund einem halben Jahr vorantreibt.
Im Mittelpunkt des Zusammentreffens standen dieses Mal die Themen „Assistenz“ und „Mobilität“. Damit waren die Projektverantwortlichen den Wünschen der Teilnehmenden des ersten Runden Tischs im Juni dieses Jahres nachgekommen. Dort war in Kleingruppen erarbeitet und festgestellt worden, dass vor allem die Fragen, wie Menschen mit Behinderungen zum Vereinssport kommen und wie der mögliche Unterstützungsbedarf geregelt wird, die Vereine und Einrichtungen vor Probleme stellt. Mit Martina Magdalinski und Katharina Sauerland konnten zwei ausgewiesene Expertinnen für die Impulsvorträge gewonnen werden. Martina Magdalinski, Fachkoordinatorin für Beratung und Inklusion der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, stellte die Erkenntnisse aus dem Handbuch „Kompetent mobil“ vor, in dem es unter anderem darum geht, Menschen mit geistigen Behinderungen durch mehr Mobilität zu größtmöglicher Teilhabe und Selbstbestimmung zu verhelfen.
Katharina Sauerland, Fachreferentin der Offenen Behindertenhilfe des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, referierte über die Studie „Daspo- durch mehr Assistenz zum Sport“. Eine Erkenntnis aus diesem Vortrag: Menschen mit Behinderungen haben  einen rechtlichen  Anspruch auf Assistenzleistungen, wenn die Voraussetzungen der Eingliederungshilfe erfüllt sind.

Anschließend waren wieder die Teilnehmenden gefragt. In mehreren Gruppen diskutierten sie die Frage, wie Assistenz und Mobilität „vor Ort“ umgesetzt werden kann und welche Partner dafür zusammen arbeiten müssen.

In einigen Regionen Niedersachsens wie z.B. in Hannover-Langenhagen, Celle, Gifhorn und Northeim sind die Beteiligten schon einen Schritt weiter.
Einrichtungen und der organisierte Sport haben bereits erste Treffen hinter sich und überlegen derzeit, wie eine konkrete Zusammenarbeit aussehen könnte. Andere organisieren gerade die ersten Treffen und wollen in Kürze beginnen. Die Projektverantwortlichen haben in allen Regionen ihre Unterstützung zugesagt.

Das Inklusionsprojekt „Teilhabe am Vereinssport“ soll in Niedersachsen in den kommenden drei Jahren mit Sportvereinen, Sportbünden und Landesfachverbänden umgesetzt werden. Der LSB möchte so die uneingeschränkte Teilhabe für Menschen mit Behinderungen an den wohnortnahen Angeboten des organisierten Sports sicherstellen sowie die Zusammenarbeit aller am Prozess Beteiligten verbessern. Das Projekt wird von der Aktion Mensch gefördert.